20.08.: Die Taschenmonster kommen!

Pokémons lösen Tamagotchi und Furby ab

Bislang haben Nintendos kleine GameBoy-Monster Japan, die Vereinigten Staaten und Australien erobert. Nun sind sie angetreten, alles Bisherige in Deutschland in den Schatten zu stellen. Um das Verkaufsziel auch hier zu erreichen, werden für einen Werbefeldzug in den Printmedien, in Radio- und Fernsehspots 8 Millionen Mark investiert. Am 21. und 22. August öffnet in der Nähe der Gedächtniskirche in Berlin, am Breitscheidplatz, das große Pokémon-Headquarter seine Pforten. Hier soll es zu ersten Kontakten mit den Pokémon´s (pocket-monsters) kommen.

Im Rahmen des Pokémon-Weekends gibt es zusammen mit Radio Energy die angeblich "größte Verfolgungsjagd, die Berlin seit langem gesehen hat. Ein Pokémon-Team versteckt sich an ständig wechselnden Plätzen der Hauptstadt und versucht so, den hoffentlich zahlreichen Verfolgern zu entwischen. Um die Verfolger jedoch nicht gänzlich im Dunkeln tappen zu lassen, wird das Pokémon-Team von einem rasenden Reporter von Radio Energy begleitet, der in regelmäßigen Abständen, den aktuellen Standort über den Sender durchgibt."

Ab Oktober wird es eine rote und eine blaue Pokémon-Edition für den GameBoy und später für den Nintendo64 geben. Es geht darum, in einem Rollenspiel möglichst alle Pokémons zu fangen, um schließlich das Spielziel zu erreichen, Pokémon-Meister zu werden. Insgesamt gibt es 150 Pokémons, die ganz individuelle Kampf- und Verteidigungsfähigkeiten besitzen und sich natürlich zur Wehr setzen. Zum Spielprinzip gehört auch die Möglichkeit, gefangene Pokémons zu trainieren und genau zu studieren, um sie in Kämpfen gegen andere einzusetzen.

Der Clou ist, dass sich nicht alle 150 Pokémons in einer einzigen Version verstecken. Hier setzt das "neue Spielprinzip" an: das Tauschen der kleinen Knuddelmonster. Mit Freunden der jeweils anderen Spielversion kann man tauschen und seine Gesamtzahl erhöhen. Damit die Spieler im Zweispielermodus gegeneinander antreten können, müssen sie ihre GameBoys per Verbindungskabel oder beim neueren Color-GameBoy per Infrarot verbinden. Für den Nintendo64 ist dann sogar ein spezieller Adapter zur Verbindung mit dem GameBoy geplant, so dass auch ein systemübergreifender Tausch stattfinden kann. In Japan und in den Vereinigten Staaten sind inzwischen riesige Turniere, Sammelbörsen und Fantreffen organisiert worden. Es ist zu vermuten, dass demnächst auch Tauschorgien in Deutschland stattfinden, da der Handel mit den Knuddelmonstern noch einen zusätzlichen Reiz bietet. Tamagotchi und Furby konnte man nur allein spielen und im Gegensatz zu den sterbenden Tamagotchis kann man die Pokemons auch wieder aufpäppeln.

Wie inzwischen üblich, wird der Verkaufsstart auch durch eine Zeichentrickserie unterstützt, die ab 1. September wochentäglich auf RTL2 um 14.30 Uhr zu sehen ist. In den Staaten läuft ab dem 12. November ein Kinofilm an, der sicher auch noch den deutschen Markt beglücken wird. Selbstverständlich sind die kleinen niedlichen Knuddelmonster auch als Figuren zu erwerben. Inzwischen gibt es sogar zwei Flugzeuge der Japan-Airline, die als Werbeträger im Pokemon-Design herumfliegen. So verrückte Werbeideen können wirklich nur Japaner entwickeln und durchführen.