20.10.: Lizenz zum Geldmachen

Lizenz zum Geldmachen
Ubi-Soft Rennspiele mit Formel-1-Lizenz
Auch wenn der Formel-1-Rennzirkus in den letzten Tagen kaum positive Schlagzeilen zu vermelden hatte, kann man davon ausgehen, dass [extern] Ubi-Soft mit offizieller Lizenz der Firma Video System jede Menge Spiele mit realistischen Rennstrecken, Rennautos und Spielernamen verkaufen kann.

Die Formel 1 ist ein profitbringendes Geschäft, nicht umsonst verdienen die Rennhelden von Ferrari oder McLaren-Mercedes soviel Geld für eine Saison. Direktübertragungen bei [extern] RTL werden laufend von Werbepausen unterbrochen und anschließend wird das Rennen eigentlich nur wegen weiter möglichen Werbeeinblendungen mit Lauda & Co nachbesprochen. Nur bei [extern] Premiere World kann man diverse Bildschirmeinstellungen ohne Werbung wählen. Entsprechend groß waren die Klagen, als [extern] Michael Schumacher gegen die Mauer fuhr und fast drei Monate keine Rennen mehr bestreiten konnte. Jetzt hat er in Malaysia im vorletzten Rennen der Saison durch den Doppelsieg der Ferrari wieder Spannung in den Kampf um den Weltmeistertitel gebracht, wurde aber zusammen mit seinem Kollegen Eddie Irvine wegen nicht regelgerechter Autos disqualifiziert. Es bleibt abzuwarten, ob das Sportgericht den Widerspruch anerkennt und Häkkinen seinen Weltmeistertitel wirklich auf der Piste verdienen muss.

Der Mann im Hintergrund ist Formel-1-Boss [extern] Bernie Ecclestone, der den ganzen Formel-1-Zirkus vermarktet. Teilhaben an einem großen Stück vom Kuchen möchte natürlich auch die Computerspielindustrie. Daher hat der japanische Videospiel-Publisher [extern] Video System die offizielle Lizenz der Formel Eins Weltmeisterschaft des Internationalen Automobilverbandes [extern] FIA erworben. Mit UbiSoft wurde ein Abkommen zur Entwicklung neuer Spiele unterzeichnet. Dieses beinhaltet vorerst die Saison 1999 und 2000 und erstreckt sich auf die Umsetzung fast aller Spiele für die Konsolen und den PC. Formal werden die Titel mit der F1-Lizenz von Video System herausgegeben und von UbiSoft vertrieben.

Nicht umsonst äußert sich Koji Furukawa von Video System zufrieden über das Abkommen mit UbiSoft: "... die neuen, qualitativ hochwertigen Titel ermöglichen es uns, den Spielern noch mehr F1 Produkte auf dem neusten Stand der Technologie anzubieten." Wie wichtig Ubi Soft diese neue Kooperation einschätzt, drückt Yves Guillemot folgendermaßen aus: "Die Formel 1 ist weltweit das meistgesehene Sportereignis im Fernsehen. Durch unseren Zusammenschluss mit Video System für die F1-Lizenz wird es uns möglich sein, neue Kunden anzusprechen und unsere Politik der weltweiten Expansion fortzusetzen."

Es bleibt zu hoffen, dass die Produkte (Frühjahr 2000) dann auch den Spielerwartungen der treuen Formel-1-Fans entsprechen und eine neue Qualitätsstufe von Rennspielsimulationen einläuten. Mit den neuen Grafikkarten für den PC, der neuen Spielkonsole [extern] Sega Dreamcast und den zukünftigen Konsolen von [local] Sony und Nintendo kann man als Spieler mehr erwarten, als letztlich nur im Kreis zu fahren.