29.10.: Y2K-Chaos im Brennpunkt von dpa

Y2K-Chaos im Brennpunkt von dpa
Nachrichtenagentur verkauft news und Hintergrundberichte im Paket
Ein Service-Informationspaket rund um das Y2K-Problem hat jetzt dpa Neukunden avisiert. Ab dem 1. November 1999 bietet sie für einen Pauschalpreis von 1.000 DM neuste Informationen an. Zweieinhalb Monate werdenbis zum Showdown täglich zwei bis zehn Meldungen an die Kunden gesendet.

Nun hat jedermann die einmalige Chance, seine Homepage oder das firmeninterne Intranet mit [extern] dpa-Nachrichten aufzupeppen, die sich rund um die erwarteten Schwierigkeiten des Jahr 2000-Problems vieler Computeranlagen drehen. Täglich werden mindestens zwei bis etwa zehn Nachrichten über Hintergründe zur Problematik oder über neueste Vorkehrungen zu potentiellen Gefahren und Systemabstürzen erwartet. Alle aktuellen Nachrichten werden von dpa zeitgleich per e-Mail an die Abonnenten verschickt. In der Silvesternacht und am nächsten Tag sind die dpa-Mitarbeiter rund um die Uhr im Einsatz, um über die tatsächlichen Geschehnisse zu berichten. Es bleibt nur die Frage, ob die Abonnenten die Nachrichten dann überhaupt empfangen können. Wer sich langfristig an dpa binden möchte, bekommt die Kosten für den Sonderservice "Jahr-2000-Problem" zurückerstattet. Premium-Kunden erhalten diesen Service umsonst.

Besonders geeignet ist dieser Service für Spekulanten und professionelle Schwarzseher, aber auch für IT-Mitarbeiter, die vielleicht die eine oder andere Lücke in ihrer Überprüfung und Absicherung übersehen haben können. Zwar beteuern viele Unternehmen und staatliche Stellen immer wieder, dass der erwartete Crash ausbleiben wird. Aber wie kürzlich auch [local] Telepolis berichtete, planen selbst die Experten, Vorsichtsmaßnahmen wie Bargeld- und Lebensmittelvorräte anzulegen. Andere empfehlen, Kerzen oder Petroleumlampen bereitzustellen.

Aktuell meldet [extern] Focus, dass wohl auch der 29. Februar 2000 auf einigen Computersystemen Ärger verursachen kann, weil man nach Angaben des [extern] Jahr-2000-Experten vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), Günther Ennen, "bei vielen Chips vergessen habe, dass das Jahr 2000 ein Schaltjahr ist". Auch hier kann man durch Verstellen des Datums und Einstellen der Uhrzeit auf Mitternacht eine erste Prüfung vornehmen. Ein Airbus hat gerade einen derartigen [extern] Testflug heil überstanden, bei dem die Bordcomputer das Jahr 2000 simulierten.

Also, Happy New Year 2000 mit dpa. Aber bis zum ersten Glas Sekt darf munter weiter gewarnt und spekuliert werden, erst dann schlägt wirklich die Stunde der Wahrheit.